Archiv der Kategorie 'Horror'

Jack Frost – der eiskalte Killer (1996)

Story: Jack Frost ist ein brutaler Serienkiller, der bereits 38 Opfer ebenso gewissen- wie grundlos abgeschlachtet hat. Ausgerechnet einem Dorfsheriff aus einem winzigen Kaff gelingt, was FBI und Staatspolizei nicht glücken mag – er schnappt Jack Frost. Der wird zur Todesstrafe verurteilt und soll in einer kalten Winternacht zu seiner Hinrichtung transportiert werden. Doch ein Schneesturm macht den Gesetzeshütern einen Strich durch die Rechnung – der Gefangenentransport kollidiert mit einem Lastwagen. Jack Frost versucht zu fliehen, wird aber von der Ladung des Lasters erfasst – genetisch veränderten Chemie-Abfällen! Jacks Körper löst sich in der Mischung aus Schnee und grüner Giftmüll-Soße vollkommen auf, und die Polizei hält das „Problem Frost“ damit für gelöst.
Doch es kommt natürlich anders: Jack Frosts Gene verbinden sich mit der Substanz und den Schneemolekülen, einer neuer Superschurke ist geboren, der Eis und Schnee beherrscht und seinen Körper beliebig verformen kann. Doch am liebsten tritt Jack in einer ganz besonderen Form auf: als übergroßer Killerschneemann!

Review: Jack Frost ist eine wahre Trash-Perle, die sich selbst kaum ernst nimmt. Der Killer-Schneemann hat immer einen coolen Spruch auf den eisigen Lippen wenn er tötet – da macht auch das vollkommene Fehlen moderner FX nichts aus. Meistens ist nur ein Arm oder der Kopf des Schneemanns zu sehen. Wie der Schnee-Dämon auf dem DVD-Cover sieht Jack übrigens in keinster Weise aus, eher wie ein ganz normaler Schneemann eben. Die Bildqualität erinnert an alte Alf-Folgen o.ä… Bei der Schilderung des „glücklichen Dorlflebens“ geht dem Film etwas das Tempo verloren, sobald Jack wieder mordet zieht die Spannung wieder an. Als „Jill Metzner“ ist übrigens Shannon Elizabeth in einer ihrer ersten größeren Rollen zu sehen. Jack nimmt sich die heiße Jill natürlich vor und zeigt ihr, was seine Karotte alles kann…

Fazit: Für feuchtfröhliche Runden ist Jack Frost uneingeschränkt zu empfehlen, da läuft ihm höchstens das eigene Sequel den Rang ab. Auch sonst macht der Killerschneemann Spaß, wenn man keine Hollywoodmaßstäbe anlegt. 6/10 mutierten Killerschneemännern.

Trailer (englisch):

Spoiler-Video: Jack Frost & Shannon Elizabeth

War of the living Dead (2006)

Dringend abzuraten ist von „Zombie Wars“, dem in Deutschland der Titel „War of the Living Dead“ verpaßt wurde, um an Romero zu erinnern. Mit dessen „Dawn of the Dead“ hat das Machwerk von David A. Prior aber nur die grüne Gesichtsfarbe der „Schimmelfressen“ gemein.

Story: Zombies beherrschen die Erde, ein paar menschliche Soldaten machen aber auf Widerstand. Die Untoten haben inzwischen gelernt Menschen zu füttern und zu mästen, um sie dann genüsslich zu verspeisen. Ein Soldaten-Duo befreit ein paar der Mast-Menschen (alles junge und hüsche Blondinen natürlich). Einer der Kämpfer wird von den Zombies entführt und ihr Dorf gebracht. Dort darf er beim Gemüseanbau helfen, was ihm zu denken gibt…

Die Story ist dabei durchaus noch das Beste am Film. Die Bildqualität ist auch relativ anständig. Alles andere jedoch ist einfach nur bodenlos. Von Beginn an nervt eine weibliche Erzählerstimme mit dümmlichem Gelaber, die Dialoge sind hanebüchen, die Kämpfe unspektakulär und immer gleich. Und der Drang abzuschalten, steigt mit jeder Minute…

Fazit: Auch für feucht-fröhliche Runden kaum geeignet, da nicht mal ungewollt komisch sondern nur langweilig. Wer guten Zombie-Horror sehen will, sollte lieber zu „Planet Terror“ oder dem Remake von „Dawn of the Dead“ greifen.

Der eisige Tod (2007)

Dass es „Der eisige Tod“ bei uns in die Kinos schaffte, ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Inzwischen gibts den von Clooney und Soderbergh produzierten Film in der Videothek ihres Vertrauens.

Eine College-Studentin möchte über die Weihnachtsferien zu ihren Eltern fahren und findet am schwarzen Brett eine Mitfahrgelegenheit bei einem anderen Studenten. Doch sowohl die schrottige Karre wie auch der Fahrer sind nicht gerade ihr Fall. Die Gesprächsversuche des Unbekannten gehen ihr zunächst nur auf die Nerven, doch schnell wird klar: der Fremde weiß einiges über sie. Trotz Schneesturm-Warnung biegt der seltsame College-Boy plötzlich in einen Waldweg ein – und prompt kommt es zu einem kleinen Unfall und der Wagen bleibt mitten im Niemandsland stehen. Doch damit beginnt erst das Grauen…

Wer auf stimmungsvollen Grusel ohne Blut steht, ist mit „Der eisige Tod“ recht gut beraten. Ein paar Ausrutscher in der Story sind verschmerzbar. Kaufen braucht man den Film allerdings nicht. 5/10 weißen Bettlaken

Trailer

alternatives Cover
Alternativ-Cover

Return to House on Haunted Hill (2007)

„Ariel, die Schwester von Sara Wolfe, welche den Schrecken des „House of Haunted Hill“ überlebt hat, wird von dem Kleinganoven Desmond entführt und in das Schreckenshaus geschleppt, weil er sich dadurch die Errungenschaft des sagenumwobenen Geheimnisses des Hauses, die Statute des Baphomets, erhofft. Zur gleichen Zeit machen sich einige Freunde, zusammen mit ihrem College-Professor, ebenfalls auf, um das Haus zu ergründen. Doch der Geist des wahnsinnigen Dr. Vannacutts haust noch immer in dem Gemäuer und der blutige Kampf um Leben und Tod beginnt von neuem…“

Ja es gibt tatsächlich einen zweiten Teil. Habe ihn zwar weder in einer Videothek noch in Geschäften gesehen, aber er ist als deutsche Fassung schon seit längerer Zeit erhältlich. Der Gorefaktor ist viel viel höher als in Teil eins. Ich persönlich fand jedoch die Charaktere aus Teil eins besser in Szene gesetzt. Sympathie hegt man (wenn überhaupt) für das Pärchen im Haus. Jeffrey Combs (bekannt als Dr. Herbert West aus Re-Animator) spielt auch diesmal wieder Dr. Vannacutt.
Ich gebe dem Film 7 von 10….“Scary-Ghosts“ oder so :) Für mehr Punkte war der Gruselfaktor zu gering….

Blood Deep (2005)

1985 werden die verbrannten Überreste eines kleinen Jungen in einem brachliegenden Feld gefunden. Als Katie Spencer 19 Jahre nach diesem grauenvollen Mord in ihrer Heimatstadt zurück kehrt und das Haus ihrer verstorbenen Großmutter bezieht, schwelgt sie in Erinnerungen an ihre Kindheit. Eines Abends bringt Katies beste Freundin Robin ihre Zimmergenössin Eliza mit. Die Psychologiestudentin hat Erfahrung mit Hypnose und alle sind von der Idee begeistert, sich hypnotisieren zu lasen…bis einer der Freunde gesteht, vor Jahren einen Mord begangen zu haben. Er will das Geheimnis auf jeden Fall bewahren ein Überlebenskampf beginnt…

Was hier in wenigen Sätzen zusammengefaßt ist, ist tatsächlich die filmische Einleitung von „Blood Deep“. Leider verwendet Regisseur Todd S. Kniss ca. 60 Minuten um zur eigentlichen Action hinzuführen. Ab da wird Blood Deep dann zum durchschnittlichen Teenie-Slasher (auch wenn es wegen des Alters der Personen eigentlich „Twen-Slasher“ heißen müßte): Eine bunt zusammengewürfelte Truppe von jungen Leuten mit unterschiedlichsten Charaktären, die alle irgendwas zu verbergen haben und sich gegenseitig teilweise nicht ausstehen können, feiert in einem alten Haus und wird Stück für Stück dezimiert. Trotz der langen Einleitung fällt es leider schwer, die beteiligten Personen auseinanderzuhalten und zuzuordnen. Die Bildqualität ist allerdings in Ordnung und übertrifft die meisten B-Produktionen. Alles in allem also doch ansehbar, falls gar nichts anderes greifbar ist – oder für totale Fans des Genres natürlich. 3/10 Teenie-Särgen.