Archiv für September 2008

Army of the Dead (2008)

Army of the Dead versucht beim unbedarften Videothekenbesucher einerseits mit dem inzwischen überhand nehmenden „of the Dead“ im Titel an Romero, und mit Titel, Aufmachung und Hinweis auf der Hölle an den genialen „Armee der Finsternis“ zu erinnern. Vorsicht! Es handelt sich dabei um unansehbaren Schrott, der über solche Wiedererkennungseffekte versucht armen Horrorfans Geld aus der Tasche zu ziehen! Zwar gibt es auch hier eine Skelettarmee, die aber tricktechnisch noch um einiges schlechter in Szene gesetzt wurde als in Army of Darkness von 93. Jede Form von Humor geht „Army of the Dead“ ab, Brutalität, Grusel oder Spannung sucht man ebenfalls vergeblich. Hände weg!

P.S.: Ach ja, die Story: Eine Handvoll Studenten fährt mit ihrem Professor in die Wüste, hört von einem verfluchten Schatz, sucht ihn und findet eine Skelett-Armee.

Feast (2005)

Eine Casting-Show der ganz besonderen Art veranstalten Matt Damon und Ben Affleck mit dem „Project Greenlight“ vor einigen Jahren in den USA. Für die Show wurden nicht etwa talentfreie „Popstars“ o.ä. gesucht, sondern das beste Drehbuch und ein Regisseur um den Film in Angriff zu nehmen. Die Gewinner bekamen ihr Projekt finanziert, und die Dreharbeiten zum Film gab es dann als Reality TV Show zu sehen. Nun kann man von dieser Prozedur halten was man will, das Ergebnis hat es in sich! „Feast“ wurde in den USA immerhin einen Abend in den Kinos gezeigt, und liegt inzwischen auf DVD vor. Als Ergebnis einer Casting-Show hätte ich persönlich mit einem weichgespülten Versuch, Mainstream-Kino zu imitieren gerechnet. Doch mit „Feast“ geht Regisseur John Gulager den entgegengesetzten Weg!

Story: In einer staubigen Absteige irgendwo in der Wüste schlagen ebenso heruntergekommene Gäste und Personal die Zeit mit Whiskey, Billiard und blöden Sprüchen tot. Plötzlich reißt ein blutüberströmter Fremder mit Knarre die Tür auf und warnt vor einer Rotte gefrässiger Monster, die gleich die Bar überfallen wird. Die blutgierigen und notgeilen Kreaturen lassen nicht lange auf sich warten, und für die Leute in der Bar beginnt der gnadenlose Überlebenskampf.

Feast prescht von Beginn an mit Turbo-Erzählgeschwindigkeit los, die Einführung der Charaktäre wird durch Standbilder mit Kurzinfo über Name, Job und Lebenserwartung erledigt. Danach geht es richtig zur Sache, Blut spritzt und Köpfe fliegen. Trotzdem bleibt noch genügend Zeit für trockene Sprüche und die witzige Interaktion der unterschiedlichen Typen.

Fazit: Cooler, spassiger und brutaler Monster-Horror-Streifen im B-Movie-Style – angucken!