Doomsday (2008)

Ihren großen Boom erlebten Endzeitfilme in den 80ern, als zum einen damals breit diskutierte Themen wie die Umweltzerstörung, die Gefahren der Atomkraft und ein möglicher nuklearer Weltkrieg das Ende der Zivilisation greifbar nahe scheinen liessen. Der Tschernobyl-Schock saß in den Knochen, Aids wurde als relevante Gefahr erkannt, das Ozonloch und der Treibhauseffekt zum Thema. Zum anderen trieben konservative Führungsfiguren wie Ronald Reagen (oder Helmut Kohl) mit ihrer restaurativen Politik den Menschen im Westen Hoffnungen auf eine bessere Zukunft gründlich aus. Auf der Leinwand nahmen Mad Max, Terminator und Konsorten den Untergang der Menschheit bereits vorweg.

Endzeitvisionen haben inzwischen ihr Comeback auf die Leinwand geschafft: „The Happening“, „Cloverfield“, „I am Legend“, „28 Weeks later“ und „Resident Evil: Extinction“ sind nur die erfolgreichsten Beispiele. Mit „Doomsday“ versuchte sich nun auch „The Descent“-Regisseur Neil Marshall am apokalyptischen Genre.

Story: Im Jahr 2008 bricht in Glasgow das tödliche Reaper-Virus aus, und rafft in Windeseile zehntausende dahin. Die britische Regierung ruft das Kriegsrecht aus, zieht einen Schutzwall um Schottland und überläßt die dortige Bevölkerung schutzlos dem Virus. Wer versucht aus dem verseuchten Gebiet zu flüchten, wird von der Army niedergemetzelt.

30 Jahre später wurde immer noch kein Gegenmittel gegen die Krankheit gefunden. Das Seuchengebiet ist immer noch eingemauert und Selbstschussanlagen tun ihren Dienst an der Grenze zu Schottland. Plötzlich bricht das Virus erneut aus, und zwar mitten im Herzen Londons. Die britische Regierung beginnt auch die Londoner einzumauern, doch ein letzter Versuch soll vorher noch unternommen werden: aus dem schottischen Seuchengebiet sind Lebenszeichen nach Großbrittannien gedrungen, eine Spezialeinheit soll in die Virus-Enklave eindringen und dort nach einem Gegenmittel suchen.

Nun beginnt der eigentliche Fun, denn die eingemauerten Überlebenden sind in den letzten Jahrzehnten auch nicht untätig gewesen und haben ihre eigenen brutalen Gesellschaftsformen aufgebaut.

Zahlreiche Zitate aus Mad Max, Die Klapperschlange und aktuellen Zombie-Virus-Reissern werden fortan zu einer ebenso witzigen wie brutalen Melange verrührt, die sich sogar noch Zeit für Sozialkritik nimmt. Dass die Hauptdarstellerin Rhona Mitra samt ihrer Eliteeinheit zu keiner Zeit irgendwelche Sympathien beim Zuschauer weckt, dürfte dabei durchaus beabsichtigt sein.

Fazit: spassiges Actionkino mit dem nötigen Schuss Gewalt und nachdenkenswerter Message!


3 Antworten auf “Doomsday (2008)”


  1. 1 Hirnfick 24. August 2008 um 23:03 Uhr

    hey,

    danke für den Kommentar. ;-) da mir euer Blog gefällt, habe ich euch mal verlinkt. wäre cool, wenn ihr mein Weblog auch noch verlinken könntet, wenn ihr wollt. die alternative Domain ist

    Gruss,
    Hirnfick

  2. 2 Hirnfick 24. August 2008 um 23:05 Uhr

    sorry, da ist was mit der Verlinkung schief gelaufen :-/

    die Domain wäre: www.splatter-filme.ch.vu

  3. 3 Prof. Bondi 25. August 2008 um 18:27 Uhr

    Na klar, mach ich doch gleich :)

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