John Rambo

„Zwanzig Jahre nach seinem letzten Einsatz führt Vietnam-Veteran John Rambo im Norden Thailands ein einfaches und zurückgezogenes Leben.
Seinen Lebensunterhalt verdient er sich durch Fischerei und die Instandhaltung alter Boote. Seine Kampfhandlungen hat die einstige Ein-Mann-Armee schon längst aufgegeben. Doch dann ändert sich die Situation: Eine Gruppe von Hilfskräften zieht durch das gefährliche Gebiet am Salween River, um die medizinische Versorgung des Karen-Stammes im benachbarten Burma sicherzustellen. Als die Missionare nicht zurückkehren, lässt sich Rambo dazu bewegen mit einer Truppe von Söldnern nach den Hilfskräften zu suchen und so begibt er sich erneut an die vom Krieg gezeichnete Grenze.“ (Zitat CineCitta Nürnberg)

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Wer mit der Erwartung einen guten RAMBO Film zu sehen ins Kino gegangen ist, der wurde nicht enttäuscht. Das Konzept wie in den 80ern, die Handwerk des 21. Jahrhunderts. Etwas gestiegen ist die Brutalität der Bilder. Auch der Realitätsanspruch der Bilder ist geblieben. Damit meine ich, dass es keine unmengen an CGI ( computergenerated Images) gibt, sondern schöne echte Explosionen bzw. Miniaturen. Dass der Protagonist und seine Helfer oft von vielzähligen Schnellfeuerwaffensalver verschont bleiben und selbst munitionsparend ihr ziel Treffen, ist geblieben. Aber das gehört ja dazu sowie das Trümmer- und Leichengepflasterte Happy End.

Nicht nur bei den Bildern sind die Macher mit der Zeit gegangen, sondern auch mit dem Thema. Aktuell und nicht der Irak-Krieg oder Afghanistan. Das wäre auch zu einfach gewesen.

Das Sylvester Stallone mal wieder nicht nur die Hauptrolle gespielt hat (wer auch sonst), sondern nebenbei mal schnell Regie führte und im Voraus das Drehbuch schrieb, ist eine reife Leistung. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass der Gute am 6.Juli 2008 62 Jahre alt wird und wahrscheinlich dank dem gleichen Imageberater und Fitnesstrainer wie der Governator, sowie Tierhormonen und Amphetaminen eines unbekannten Testlabors in Texas, eine körperliche Statur hinlegt, die er nicht mal in den 80ern hatte.

Insgesamt ein amüsanter Film mit wenig geisigen Anforderungen, der für alle diejenigen zum Popkornessen anregt, die einen unempfindlichen Magen haben.


2 Antworten auf “John Rambo”


  1. 1 Dr. Giggles 23. März 2008 um 18:28 Uhr

    Ich persönlich war nicht so von dem Film begeistert. Muss aber auch gestehen, dass ich nie wirklich Rambo-Fan war, daher ist das wohl auch nicht verwunderlich :) Wer auf viel Action mit herumfliegenden Körperteilen steht, wird sicherlich seine Freude haben! Aber wer allerdings eine tiefgründige Story erwartet wird enttäuscht sein…darum soll es aber bei Rambo ja auch nicht zwangsläufig gehen :)

  2. 2 Prof.Bondi 23. März 2008 um 18:36 Uhr

    Das Gemetzel ist schon ziemlich krass und kommt echtem Kriegsgeschehen wohl ziemlich nahe. Und man sieht Stallone die 60+ nicht an. Im Gegensatz zu Rambo 2+3 ist er auch nicht unfreiwillig komisch. Aber man muss schon auf Geballer ohne viele Worte stehen, um richtig mitgehen zu können.

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