Archiv für März 2008

Jack Frost – der eiskalte Killer (1996)

Story: Jack Frost ist ein brutaler Serienkiller, der bereits 38 Opfer ebenso gewissen- wie grundlos abgeschlachtet hat. Ausgerechnet einem Dorfsheriff aus einem winzigen Kaff gelingt, was FBI und Staatspolizei nicht glücken mag – er schnappt Jack Frost. Der wird zur Todesstrafe verurteilt und soll in einer kalten Winternacht zu seiner Hinrichtung transportiert werden. Doch ein Schneesturm macht den Gesetzeshütern einen Strich durch die Rechnung – der Gefangenentransport kollidiert mit einem Lastwagen. Jack Frost versucht zu fliehen, wird aber von der Ladung des Lasters erfasst – genetisch veränderten Chemie-Abfällen! Jacks Körper löst sich in der Mischung aus Schnee und grüner Giftmüll-Soße vollkommen auf, und die Polizei hält das „Problem Frost“ damit für gelöst.
Doch es kommt natürlich anders: Jack Frosts Gene verbinden sich mit der Substanz und den Schneemolekülen, einer neuer Superschurke ist geboren, der Eis und Schnee beherrscht und seinen Körper beliebig verformen kann. Doch am liebsten tritt Jack in einer ganz besonderen Form auf: als übergroßer Killerschneemann!

Review: Jack Frost ist eine wahre Trash-Perle, die sich selbst kaum ernst nimmt. Der Killer-Schneemann hat immer einen coolen Spruch auf den eisigen Lippen wenn er tötet – da macht auch das vollkommene Fehlen moderner FX nichts aus. Meistens ist nur ein Arm oder der Kopf des Schneemanns zu sehen. Wie der Schnee-Dämon auf dem DVD-Cover sieht Jack übrigens in keinster Weise aus, eher wie ein ganz normaler Schneemann eben. Die Bildqualität erinnert an alte Alf-Folgen o.ä… Bei der Schilderung des „glücklichen Dorlflebens“ geht dem Film etwas das Tempo verloren, sobald Jack wieder mordet zieht die Spannung wieder an. Als „Jill Metzner“ ist übrigens Shannon Elizabeth in einer ihrer ersten größeren Rollen zu sehen. Jack nimmt sich die heiße Jill natürlich vor und zeigt ihr, was seine Karotte alles kann…

Fazit: Für feuchtfröhliche Runden ist Jack Frost uneingeschränkt zu empfehlen, da läuft ihm höchstens das eigene Sequel den Rang ab. Auch sonst macht der Killerschneemann Spaß, wenn man keine Hollywoodmaßstäbe anlegt. 6/10 mutierten Killerschneemännern.

Trailer (englisch):

Spoiler-Video: Jack Frost & Shannon Elizabeth

War of the living Dead (2006)

Dringend abzuraten ist von „Zombie Wars“, dem in Deutschland der Titel „War of the Living Dead“ verpaßt wurde, um an Romero zu erinnern. Mit dessen „Dawn of the Dead“ hat das Machwerk von David A. Prior aber nur die grüne Gesichtsfarbe der „Schimmelfressen“ gemein.

Story: Zombies beherrschen die Erde, ein paar menschliche Soldaten machen aber auf Widerstand. Die Untoten haben inzwischen gelernt Menschen zu füttern und zu mästen, um sie dann genüsslich zu verspeisen. Ein Soldaten-Duo befreit ein paar der Mast-Menschen (alles junge und hüsche Blondinen natürlich). Einer der Kämpfer wird von den Zombies entführt und ihr Dorf gebracht. Dort darf er beim Gemüseanbau helfen, was ihm zu denken gibt…

Die Story ist dabei durchaus noch das Beste am Film. Die Bildqualität ist auch relativ anständig. Alles andere jedoch ist einfach nur bodenlos. Von Beginn an nervt eine weibliche Erzählerstimme mit dümmlichem Gelaber, die Dialoge sind hanebüchen, die Kämpfe unspektakulär und immer gleich. Und der Drang abzuschalten, steigt mit jeder Minute…

Fazit: Auch für feucht-fröhliche Runden kaum geeignet, da nicht mal ungewollt komisch sondern nur langweilig. Wer guten Zombie-Horror sehen will, sollte lieber zu „Planet Terror“ oder dem Remake von „Dawn of the Dead“ greifen.

Der eisige Tod (2007)

Dass es „Der eisige Tod“ bei uns in die Kinos schaffte, ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Inzwischen gibts den von Clooney und Soderbergh produzierten Film in der Videothek ihres Vertrauens.

Eine College-Studentin möchte über die Weihnachtsferien zu ihren Eltern fahren und findet am schwarzen Brett eine Mitfahrgelegenheit bei einem anderen Studenten. Doch sowohl die schrottige Karre wie auch der Fahrer sind nicht gerade ihr Fall. Die Gesprächsversuche des Unbekannten gehen ihr zunächst nur auf die Nerven, doch schnell wird klar: der Fremde weiß einiges über sie. Trotz Schneesturm-Warnung biegt der seltsame College-Boy plötzlich in einen Waldweg ein – und prompt kommt es zu einem kleinen Unfall und der Wagen bleibt mitten im Niemandsland stehen. Doch damit beginnt erst das Grauen…

Wer auf stimmungsvollen Grusel ohne Blut steht, ist mit „Der eisige Tod“ recht gut beraten. Ein paar Ausrutscher in der Story sind verschmerzbar. Kaufen braucht man den Film allerdings nicht. 5/10 weißen Bettlaken

Trailer

alternatives Cover
Alternativ-Cover

John Rambo

„Zwanzig Jahre nach seinem letzten Einsatz führt Vietnam-Veteran John Rambo im Norden Thailands ein einfaches und zurückgezogenes Leben.
Seinen Lebensunterhalt verdient er sich durch Fischerei und die Instandhaltung alter Boote. Seine Kampfhandlungen hat die einstige Ein-Mann-Armee schon längst aufgegeben. Doch dann ändert sich die Situation: Eine Gruppe von Hilfskräften zieht durch das gefährliche Gebiet am Salween River, um die medizinische Versorgung des Karen-Stammes im benachbarten Burma sicherzustellen. Als die Missionare nicht zurückkehren, lässt sich Rambo dazu bewegen mit einer Truppe von Söldnern nach den Hilfskräften zu suchen und so begibt er sich erneut an die vom Krieg gezeichnete Grenze.“ (Zitat CineCitta Nürnberg)

Johnrambo01

Wer mit der Erwartung einen guten RAMBO Film zu sehen ins Kino gegangen ist, der wurde nicht enttäuscht. Das Konzept wie in den 80ern, die Handwerk des 21. Jahrhunderts. Etwas gestiegen ist die Brutalität der Bilder. Auch der Realitätsanspruch der Bilder ist geblieben. Damit meine ich, dass es keine unmengen an CGI ( computergenerated Images) gibt, sondern schöne echte Explosionen bzw. Miniaturen. Dass der Protagonist und seine Helfer oft von vielzähligen Schnellfeuerwaffensalver verschont bleiben und selbst munitionsparend ihr ziel Treffen, ist geblieben. Aber das gehört ja dazu sowie das Trümmer- und Leichengepflasterte Happy End.

Nicht nur bei den Bildern sind die Macher mit der Zeit gegangen, sondern auch mit dem Thema. Aktuell und nicht der Irak-Krieg oder Afghanistan. Das wäre auch zu einfach gewesen.

Das Sylvester Stallone mal wieder nicht nur die Hauptrolle gespielt hat (wer auch sonst), sondern nebenbei mal schnell Regie führte und im Voraus das Drehbuch schrieb, ist eine reife Leistung. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass der Gute am 6.Juli 2008 62 Jahre alt wird und wahrscheinlich dank dem gleichen Imageberater und Fitnesstrainer wie der Governator, sowie Tierhormonen und Amphetaminen eines unbekannten Testlabors in Texas, eine körperliche Statur hinlegt, die er nicht mal in den 80ern hatte.

Insgesamt ein amüsanter Film mit wenig geisigen Anforderungen, der für alle diejenigen zum Popkornessen anregt, die einen unempfindlichen Magen haben.

Return to House on Haunted Hill (2007)

„Ariel, die Schwester von Sara Wolfe, welche den Schrecken des „House of Haunted Hill“ überlebt hat, wird von dem Kleinganoven Desmond entführt und in das Schreckenshaus geschleppt, weil er sich dadurch die Errungenschaft des sagenumwobenen Geheimnisses des Hauses, die Statute des Baphomets, erhofft. Zur gleichen Zeit machen sich einige Freunde, zusammen mit ihrem College-Professor, ebenfalls auf, um das Haus zu ergründen. Doch der Geist des wahnsinnigen Dr. Vannacutts haust noch immer in dem Gemäuer und der blutige Kampf um Leben und Tod beginnt von neuem…“

Ja es gibt tatsächlich einen zweiten Teil. Habe ihn zwar weder in einer Videothek noch in Geschäften gesehen, aber er ist als deutsche Fassung schon seit längerer Zeit erhältlich. Der Gorefaktor ist viel viel höher als in Teil eins. Ich persönlich fand jedoch die Charaktere aus Teil eins besser in Szene gesetzt. Sympathie hegt man (wenn überhaupt) für das Pärchen im Haus. Jeffrey Combs (bekannt als Dr. Herbert West aus Re-Animator) spielt auch diesmal wieder Dr. Vannacutt.
Ich gebe dem Film 7 von 10….“Scary-Ghosts“ oder so :) Für mehr Punkte war der Gruselfaktor zu gering….